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„Es ist angerichtet“, heißt es traditionell zum Auftakt der närrischen Kampagne am 11.11. in der kleineren Narhalla des MTV beim Mombacher Carneval Verein 1886 e.V. „Die Bohnebeitel“. Ebenso herzhaft wie abwechslungsreich war einmal mehr neben dem guten Essen das fastnachtliche Bühnenprogramm.

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Seelebeitel Gottfried Keindl eröffnete mit den Worten: „Es is widder mol wie in meiner Kerch – alles voll“ und begrüßte das närrische Volk in Abwesenheit von Sitzungspräsident Heinz Meller, der mit weiteren Bohnebeitel Aktiven wie Hildegard Bachmann, Nick Benjamin und Frank Golischewski bei „Feucht und fröhlich“ auf der Unterhausbühne stand. Somit war Adi Guckelsberger zum Programmchef aufgestiegen und sorgte nicht nur mit seinem Vortrag als äußerst ausgeschlafener Nachtwächter, sondern auch als glänzend aufgelegter Moderator für beste Stimmung im Saal: „Bei so viel Helau riech ich schun die Sau“. Nachdem Kamillentee, Haferschleim, Honigmilch und Schrotkörner vom närrischen Auditorium einstimmig mit „Des wolle mer nit“ abgetan wurden, war die Zeit gekommen bei Bier, Woi un Paweck all das zu verzehren, was ein geschlachtetes Prachtschwein auf dem Buffet hinterlassen kann.

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Zufriedene und gesättigte Gemüter – inklusive Protokoller der Bohnebeitel Michael Ebling – lauschten dann den möglichen Optionen der anstehenden Kampagne: die Castingshow war eröffnet. Jürgen Leber war erneut mit seinem siebten lange verschollenen Mainzelmännchen „Grüße von Gustav“ erschienen und erntete stehende Ovationen. Als „Polarforscher“ berichtete der langjährige Bohnebeitelaktive Tobias Abt aus dem Mehrgenerationeniglu und dürfte ebenso wie der reimende und singende Burkhard Steger mit seinen Rezepten für eine glückliche Ehe „Moi Fraa“ einer der heißen Bühnenanwärter sein. Auch der Rheingauexport Gerd Brömser als „Mundartlogistiker“ – erstmalig auf der Bohnebeitelbühne – überzeugte das Publikum. Musikalisch waren unterwegs Ann-Cathrin Resch mit „Die „Alten Lieder“ und Farina Steger und Felizia Fried mit einem ansprechenden „Abba Meddley“. Höhepunkt sicher die „Feuerwerktester“ „Kall & Kall“ mit Dieter Scheffler und Uwe Ferger: sie lieferten erneut starken Tubak.

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Zaghafte Bühnenschritte mit ihrem ersten Schaulaufen machten „Knastbruder“ Manfred Kopp, Marc Wolf mit „Egon der Eiermann“ und Jutta Hinterberger als „Kättl Feierdach“, die allerdings bereits das zweite Mal den Worschtobend bereicherte. Man darf wieder einmal gespannt sein, wer zur Auftaktsitzung am 14. Januar 2017 dabei sein wird.

Text: Gerd Plachetka, Fotos: Wolfgang Tannenberger