Ein gelungener Start in die Bohnebeitel-Kampagne

Ein gelungener Start in die beitel-Kampagne 2026

 

Die närrische Kampagne ist 2026 eher kurz und da heißt es für den Mombacher Carneval-Verein 1886 „Die Bohnebeitel“ mit zehn anberaumten Sitzungen frühzeitig im neuen Jahr zu
beginnen. So ist es nicht verwunderlich, dass „Mumbach, Mumbach täterä“ bereits
am Samstag, den 3. Januar 2026 in der Halle des Mombacher Turnvereins in die
Saalfastnacht startet. 

Der Vorhang des Bühnenprogramms wurde da zur offiziellen
Fastnachtseröffnung am 11. 11.
im Rahmen des legendären Worschtobends bereits ein
Stück weit geöffnet. „Diese besondere Veranstaltung gibt es inzwischen mit
anhaltender Begeisterung – trotz des Coronadurchhängers – immerhin seit 28
Jahren“
, erzählte Sitzungspräsident Heinz Meller nicht ohne Stolz. Schließlich
habe die Veranstaltung in der Vergangenheit nahezu ausnahmslos neue Talente
gefördert und zahllose Bohnebeitel-Bühnenaktive akquiriert.   

Worschtobend 

Beim Worschtobend konnten einige Besucher zudem schon einmal einen kleinen
Ausschnitt von dem erleben, was dann später auf der großen Bühne zu sehen und
hören sein wird. Ohne zu viel zu verraten: Das Programm konnte sich wieder
einmal sehen lassen. Sechzehn Programmpunkte und ein wunderbar schmackhaftes
Büffett hatten erneut auf sich aufmerksam gemacht.
Die große Halle des
Mombacher Turnvereins war bis auf den letzten Platz gefüllt. Das inzwischen
legendäre Intro übernahm ganz selbstverständlich Sitzungspräsident Meller, der
auch das Büfett eröffnete. Und die Leckerbissen aus der närrischen Küche der
Bohnebeitel – aufgetischt von Metzgermeister Peter Walz – war einmal wieder
eine Ode an die Fleischwurst und sonstige schweinische Ingredienzien.

 

Der Innenminster Herr Ebeling wird begrüßt von Heinz Meller am Worschtobend 2025

 

Gut gestärkt

Gut gestärkt ging es schließlich nahtlos ins Bühnenprogramm über. Charly Nägler setzte die
musikalischen Akzente
und sorgte für Tusch und unterhaltsame Passagen. Erneut
übernahm Knut Burkhardt in seiner unnachahmlichen Art die Moderation des
Worschtobends
und berichtete mit einem eigenen kleinen Beitrag von häuslichen
Gegebenheiten und Weinproben aus seinem Heimatort Gau Odernheim. Zwei Kleine
ganz groß auf der MTV-Bühne: Kinderprinzessin Luise I. und Timo animierten mit
ihren beiden Liedern das Publikum zum Mitsingen und Tanzen.
Dann wurde es
wortgewaltig. Der Fastnachtsroutinier Horst Radelli –  Jahrzehnte lang für seine kritischen und
aussagekräftigen Töne bekannt – erschien mit einer Deutschlandfahne. Er warb
für Freiheit und Frieden, stemmte sich gegen Rassismus, möchte deshalb Minister
in Berlin werden und wenn sein erklärter Masterplan nicht klappen sollte dann
wenigstens Bohnebeitel-Präsident.

Die Akteure des Abends

Mit wohl bekannten Tönen und wunderbar frischen neuen Texten gestaltete sich der viel
umjubelte Auftritt von Marc Wolf als „Schoppestecher“. Der stellvertretende
Sitzungspräsident in souverän gewohnter Manier erntete die ersten Zugabe-Rufe.
„Meckerbeitel“ Jochen Merz erschien als Aushilfsprotokoller und arbeitete eine
Vielzahl von Themen ab, wie die lähmende deutsche Wirtschaft oder die
zunehmenden KI-Bestrebungen. Ein Fastnachts-Potpourri lieferten die Elsheimer
Schnorressänger und als „Fleischworscht“ resümierte Matthias Bott.
Einmal mehr
zeigte in der Bütt die Bohnebeitel-Aktive Kerstin Bitz als Karola Kurier ihr
Können. Eine Vielzahl ernsthafter und fiktiver Zeitungsthemen fanden in ihrem
Vortrag ihren Niederschlag. Harry Borgner zeigte einmal mehr mit diversen
Interpretationen des Liedes „Der kleine grüne Kaktus“ in dieser Kampagne die
Vielfalt seiner handelnden Personen: Ob als Carpendale, Maffay, Heintje, Reinhard
Mey oder Helge Schneider – alle täuschend echt und riesig interpretiert!
Das
Publikum war wieder einmal restlos begeistert. Es folgte ein freier Vortrag von
Lisa Stein als „Mädchen vom Ballett“ mit vielversprechenden „Haltungsnoten“. Die
wunderbare Kokoloresgeschichte eines „Wildgeschädigten“ erzählte Tobias Abt. Da
passierten ungeahnte Dinge als er in die Augen der Wutz blickte und was sich später
daraus entwickelte. Eine herrliche Bühnennummer!

Einfach nicht

wegzudenken von der Bühne ist das kongeniale Duo Hilde Bachmann & Frank
Golischewski.
Musikalisch und von ihrer Gestik verzückten sie ihr Publikum. Zwei
ganz starke Auftritte folgten zu später Stunde auch von den Aktiven Johannes
Pschierer und Steffen Jobst.
Als Rekrut bei der Bundeswehr präsentierte
Johannes seine Uniform vom Stardesigner, der wohl auch das aktuelle
Zugplakettchen entwarf. Und Jobst überzeugte erneut in seiner bewährten Rolle
als Pfarrer Fulder. Beide ernteten frenetischen Applaus und das Publikum hatte
Lust auf Mehr. Diese Gelegenheit bekommt das Narrenvolk in der Kampagne. Die zehn
Sitzungstermine der Bohnebeitel sind dem nachfolgenden Informationskasten zu
entnehmen. Karten zu einigen Sitzungen sind auf der Homepage zu ordern:
www.bohnebeitel.de

Text und Fotos: Gerd Plachetka 

Bildunterschriften:

1.   Bohnebeitelvorsitzender Heinz Meller
im Gespräch mit Michael Ebling. Der Besuch des ehemaligen Vereinsprotokollers
bei seinem Fastnachtsverein gehört alljährlich zu den Pflichtterminen des
rheinland-pfälzischen Innenministers.

 

2.   Das schmackhafte Büfett rund um die
Wutz war wieder einmal reichlich gefüllt und am Ende vom Saalpublikum gewaltig
abgeräumt.