TV-Tipps

Die Fernsehsitzung der diesjährigen Kampagne wird am Dienstag, den 10. Februar, um 20:15 Uhr im SWR Fernsehen ĂĽbertragen

Mumbach, Mumbach, täterä - Sitzung der Mombacher Bohnebeitel

Bohnebeitel-DZ

FĂĽr Sitzungsgäste (aus der Ferne) bietet das Atrium Hotel Mainz auch 2015 diesen besonderen Service: das Bohnebeitel-Doppelzimmer. Gegen Vorlage der Sitzungskarten können sie zum Preis von 111 Euro in dem 4,5-Sterne-Haus ĂĽbernachten. In den komfortablen Zimmern lässt sich nach der Narretei gut abschalten. Am Morgen bringt ein leckeres FrĂĽhstĂĽcksbĂĽffet den Kreislauf wieder in Schwung. Der Sonderpreis gilt nur an den Bohnebeitel-Sitzungsterminen.

 

"Besucher"-Hinweis

Wenn Sie Ihre Maus auf die "wandernden" Bohnebeitel-Bühnenaktive im Titelkopf ziehen, erscheint ein Pfeil. Diesen bitte drücken, dann hören Sie Originaltöne aus der Sitzungskampagne 2010. Bleiben Sie mit der Maus auf einem Bild, erscheint ein Quadrat, mit dem der Ton gestoppt werden kann.

 

Zusatzsitzung

Foto: Peter Kossok

„Mumbach, Mumbach und ein zwölftes Tätärää“

Bei den Mombacher Bohnebeitel ist der Deiwel los. Die elf Sitzungen in der Kampagne 2015 waren derart überbucht, dass sogar Bohnbeitelaktive, Bühnenaktive und langjährige Mitglieder nicht die gewünschten Mengen an Sitzungskarten bekommen konnten. An allen Ecken und Enden musste gestrichen werden. Oberbeitel und Vorsitzender Heinz Meller erklärte, dass die Kapazitäten in der Narhalla in Mombach leider beschränkt waren und weitere Sitzungstermine frühzeitig nicht buchbar waren.

Nur durch einen Zufall ist dann am Sonntag 08.Februar, um 16.11 Uhr doch noch ein Termin frei geworden. Das Präsidium hatte nicht gezögert und nach Rücksprache mit den Bühnenaktiven beschlossen eine 12. Sitzung an diesem Tag abzuhalten.

Für diese Zusatz-Sitzung haben sich die Bohnebeitel etwas Besonderes überlegt. Es wird zum ersten Mal in der 129 jährigen Geschichte des Mombacher Carneval Vereins einen „Freien Verkauf“ geben. Am Mittwoch 28.01.15 von 18.00-20.00 Uhr öffnen sich die Pforten der Bohnebeitel-Geschäftsstelle in der Meixlerstraße 5 in Mombach und die Narren und Fastnachtsfreunde können sich mit Sitzungskarten zum Preis von 20,- oder 22,- € für die Bohnebeitel-Zusatzsitzung eindecken.

 

Beginn der närrischen Regentschaft

Bohnebeitel ehren ihre Aktiven

Narrenlob und Sturm auf die Ortsverwaltung

 

Die Bohnebeitel“ ehren traditionsgemäß zu Beginn des Jahres ihre verdienten Aktiven. Erneut wurde das „Ordensfest“ eine Veranstaltung der besonderen Art und weil die Fastnachtskampagne 2015 eine der kürzeren ist, kam ihr Vorsitzender und Sitzungspräsident Heinz Meller auch schnell zur Sache. So erhielt „Wasi“ Walter Sinning, der sich seit 11 Jahren als kreativer Bühnenbildner der Bohnebeitel mit aufopferungsvollem Einsatz um das alljährlich passende Bühnenoutfit kümmert das Aktivenschild, ebenso wie Thorsten Albert, Rolf Eckert, Peter Kossok und Richard Schilling für 22 Jahre Aktivität die Ehrengabe „Bohnebeitel auf Marmorsockel“.

 

Vorbereitend fĂĽr die Kampagne wurden 3 Aktive neu ins KomitĂ©e berufen. Mit Andreas Lippek habe sich ein Regisseur bei den Bohnebeiteln etabliert, der seines Gleichen sucht. Bernd Dörr habe sich als Technischer Leiter bestens eingefunden und Sebastian Koch ergänzt die Finanzkommission. Ihnen wurde der  KommitĂ©e-Orden verliehen. Besondere Ehre wurde anschlieĂźend mit 4 mal 11 Jahren Aktivität Heinrich Kraft – viele Jahre unumstrittener HĂĽter der Finanzen – und dem langjährigen Chef des Protokolls GĂĽnter RĂĽttiger zu teil. Beide erfuhren durch den Vorsitzenden Worte groĂźer WĂĽrdigung und Dankbarkeit. FĂĽr den Protokoller, der seit 1974 auf der BĂĽhne stand und stets ein Garant fĂĽr geschliffene Einstiege in eine Sitzung war, gab´s zusätzlich die Heinz Schier Medaille und fĂĽr den ehemaligen Finanzchef den Verdienstorden der Interessengemeinschaft des Mittelrheinischen Karneval (IGMK) in Gold. FĂĽr den Verband war eigens der Ehrenpräsident des IGMK und Vizepräsident des Bundes Deutscher Karneval Dr. Peter Krawietz erschienen, der Heinz Meller den Verdienstorden in Gold mit Brillanten ĂĽberreichte. Heinz Meller sei die Seele, die StĂĽtze und gleichsam das Fundament der Bohnebeitel, zu dem 4 mal 11 Jahre im Verein, engagiert als BĂĽhnenaktiver, Vorsitzender, Sitzungspräsident sowie närrischer AuĂźenminister. Ohne ihn seien die Bohnebeitel nur schwer vorstellbar. Meller erhielt damit ein Narrenlob besonderer GĂĽte, sowie die Statuette der Fraa Bohnebeitel, wie sie auch an der Mombacher Ortsverwaltung als Brunnen zu bestaunen ist.

 

Dazu wurden vier Neu-Aktive begrüßt. Kai Becker, ein Mann der hinter den Kulissen wirkt und beim Auf- und Abbau kräftig Hand anlegt, Christian Kanka und Francisco Payan verstärken seit geraumer Zeit das Team der Öffentlichkeitsarbeit und Dr. Burghard Steger hat in der vergangenen Saison mit seinem Auftritt als „Roischnook“ für Furore gesorgt und steht auch in dieser Kampagne zusammen mit seinen drei Töchtern auf der Bohnebeitelbühne. Für das unterhaltsame Rahmenprogramm sorgten Hildegard Bachmann musikalisch begleitet von Frank Golischewski, Thomas Klumb als „Jogi Jokus“ und Nick Benjamin als Unterhaltungssänger mit seiner Gitarre.

Mit dem Mainzer Narrhallamarsch zogen die Mombacher Karnevalsjecken der Bohnebeitel sowie diverser Ortsvereine und Abordnungen verschiedener befreundeter Korporationen am 10. Januar in den Altarraum der gut gefüllten Mombacher Herz-Jesu-Kirche ein. Ortspfarrer Gottfried Keindl begrüßte die Narrenschar zusammen mit seinem Kollegen Norbert Pfaff und intonierte sogleich ein erstes Schunkellied. „Helau, Helau-luja, Dank sei Gott, dem Herrn. Helau, Helau-luja, denn er hat uns alle gern. Ob kloo ob dick, ob derr ob groß. Die Narre sind jetzt widder los“, auf die Toni Hämmerle Melodie des „Heile, heile Gänsje“. Durchaus besinnlich nachdenklich kritische Worte, aber immer wieder mit einem Hieb in Richtung fröhliche Fastnacht, blitzte bei Keindl seine doppelte Gesinnung auf; schließlich ist er Gemeindepfarrer und Vorständler der Bohnebeitel zugleich. So nahm er seine Zuhörer mit auf biblische Wege ins Heilige Land, zitierte Sokrates bis Tucholsky und fand wunderbare Vergleiche, die so manchen Narren nachdenklich und fröhlich zugleich werden ließ. Zusammen mit dem "Chor Mystic" und unter Zuhilfenahme schwenkender Arme stimmte – nach dem kirchlichen Segen – die gesamte Gemeinde ein: „Wir alle leben im Schatten des Doms und Gott Jokus singt mit uns eine Halleluja“.

Szenenwechsel: Vor der Bürgermeisterei waren um 11.11 Uhr dann Ortsvorsteherin Dr. Eleonore Lossen-Geißler und Oberbürgermeister Michael Ebling bereit sich kampflos dem witterungsbedingten Sturm und den Narren zu ergeben und versprachen – trotz leerer Kassen – sich weiterhin engagiert für Mombach einzusetzen. Dann war die Zeit gekommen und Bohnebeitel-Vorsitzender Heinz Meller übernahm die Schlüsselgewalt, setzte die Kommune außer Gefecht und übernahm das Mombacher Narrenreich zusammen mit allen Jecken.

Fotos: Peter Kossok