
Sponsoren 2012
Wir danken fĂĽr die UnterstĂĽtzung!
alpha-Hausverwaltungen GmbH, Mainz.
Hotel Atrium,Mainz.
Hotel/Restaurant Babbelnit, Mainz.
BKM Bausparkasse, Mainz AG.
CIM – Creatives in Metall, Mainz.
cross effect, Ingelheim.
Daimler AG, Niederlassung Mainz.
Alois Dallmayr Kaffee OHG, MĂĽnchen.
DEVK Versicherungen, Regionaldirektion Frankfurt am Main.
Eckes Granini Deutschland GmbH, Nieder-Olm.
Genobank Mainz eG, Mainz.
Gasthaus "Goldene Ente", Mainz.
Werbetechnik Grasemann, Saulheim.
Klaus Hartmann, Grenderich/Mosel.
Heilmann GmbH, Mainz.
Kräuter Automobile GmbH, Mainz.
Mainzer Volksbank, Mainz-Mombach.
Metro Cash & Carry Deutschland GmbH, Mainz-Kastel.
Nautica Binnenscheepvaart B.V., Mainz.
Nestlé-Werk, Mainz-Mombach.
Omnibus-Betrieb Karl Lehr GmbH, Mainz.
Uschi & Klaus Rupp, Mainz.
Bäckerei Schwind, Mainz-Mombach.
Sparda-Bank SĂĽdwest eG, Mainz.
Sparkasse Mainz.
Valentin Gas u. Oel GmbH & Co. KG, Mainz.
Metzgerei Walz, Mainz.
"Liebe Bohnebeitel, ..."
"Wieder einmal habt Ihr es fertiggebracht, (2012) ein Karnevals-Spektakulum der allerobersten Klasse auf die Bühne zu zaubern – und wir sind froh, dass es uns wieder einmal erlaubt war, daran teilzuhaben." Familie Misch Hinterscheid aus Luxemburg.
Bohnebeitel-DZ

Für Sitzungsgäste (aus der Ferne) bietet das Atrium Hotel Mainz auch 2012 diesen besonderen Service: das Bohnebeitel-Doppelzimmer. Gegen Vorlage der Sitzungskarten können sie zum Preis von 111 Euro in dem 4,5-Sterne-Haus übernachten. In den komfortablen Zimmern lässt sich nach der Narretei gut abschalten. Am Morgen bringt ein leckeres Frühstücksbüffet den Kreislauf wieder in Schwung. Der Sonderpreis gilt nur an den Bohnebeitel-Sitzungsterminen.
"Besucher"-Hinweis
Wenn Sie Ihre Maus auf die "wandernden" Bohnebeitel-Bühnenaktive im Titelkopf ziehen, erscheint ein Pfeil. Diesen bitte drücken, dann hören Sie Originaltöne aus der Sitzungskampagne 2010. Bleiben Sie mit der Maus auf einem Bild, erscheint ein Quadrat, mit dem der Ton gestoppt werden kann.
Kampagne-Notizen 2011

Vor, während und nach einer Sitzungskampagne gibt es immer wieder Begebenheiten, die Anlass zum Schmunzeln geben, nachdenklich machen oder einfach bemerkenswert sind. Die Redaktion dieser Homepage wird berichten, was berichtenswert ist.
Bohnebeitel erstmals beim Rosenmontagszug
Erstmals in seiner mittlerweile 125-jährigen Vereinsgeschichte nimmt der Carneval-Verein 1886 e.V. – Die Bohnebeitel am diesjährigen Mainzer Rosenmontagszug teil. Mit dieser Nachricht überraschte Vereinsvorsitzender und Sitzungspräsident Heinz Meller die Mitglieder und Gäste bei der Ordensmatinee 2012. Den Auftrag zum Bau eines Aktiven-/Komitee- und eines Motivwagens erhielt Dieter Wenger, der Chef-Wagenbauer des Mainzer Carneval-Vereins.
Einerseits brechen die Bohnebeitel in diesem Punkt mit der Tradition, andererseits halten sie diese mit einer neuen Rednerin mit Original-Mombacher-Genen wieder hoch. Ihr Name: Helga Kurz, die Tochter der Bohnebeitel-Legende “Frau Strunzer” alias Marianne Schaffner, die im Oktober letzten Jahren ihren 85sten Geburtstag vollendete. Bereits Helgas Opa Otto Schäfer war ein bekannter Bohnebeitel-Narr.
Kein Unbekannter ist auch Vereinsmitglied Niko Schier, immerhin der erste “TV-Bohnebeitel”, der 1965 in der ersten ZDF-Ausstrahlung von “Mainz, wie es singt und lacht” einen unvergessenen Vortrag als Vereinsmensch namens “Urrumpels Heine” hielt. Er wurde im Rahmen der Ordensmatinee von Heinz Meller für seine 60-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. 50 Jahre dabei und damit Träger der Ehrennadel in Gold: Josef Glatter.
Weitere Ehrungen gab es für diese Vereinsmitglieder: Ludwig Metzger (55 Jahre Aktiver), Stefanie Wanninger, Hannelore Schubbert, Hildegard Spies, Doris Albert, Johannes Peter Christmann, Egon Schumann, Walter Rehm, Hans Josef Ramershoven, Klaus Jung, Jürgen Gölkel (alle die Ehrennadel in Silber für 25 Jahre Mitgliedschaft). Auf elf Bohnebeitel-Jahre blickt Helmut Schlösser zurück, dem die anwesenden Mitglieder auch zur Hochzeit mit Frau Gisela am 28. Dezember gratulierten. Zu neuen Komitee-Mitgliedern wurden Pfarrer “Seelenbeitel” Gottfried Keindl, Hubertus Held und Marcel Kurz berufen.
Auch die Interessensgemeinschaft Mittelrheinischer Karneval e.V. hatte hohe Auszeichnungen vorzunehmen. Repräsentant Roland Grundmann überreichte drei Verdienstorden: in Gold mit Brillanten an Anton Weingärtner (57 Jahre Bohnebeitel-Aktiver) und Klaus Weber (50 Jahre aktiv) sowie Silber für Thorsten Albert (elf Jahre Vorstandsarbeit).

- In Stimme und Vortragsart fast wie die Mutter: Helga Kurz, Tochter der Bohnebeitel-Rednerlegende Marianne Schaffner (“Frau Strunzer”). Foto: Peter Kossok.

- Seit 60 Jahren aus ganzem Herzen Bohnebeitel: Niko Schier (Mitte), mit Bohnebeitel-Chef Heinz Meller (rechts) und Organisationschef Ulrich Bohland. Foto: Wolfgang Tannenberger.
50 Jahre Bohnebeitel-Fastnacht in der MTV-Halle

- Bühnenatmosphäre in der MTV-Halle während der Bohnebeitel-Sitzungen in den 1960er Jahren.
Seit nunmehr 50 Jahren finden die närrischen Veranstaltungen des Mombacher Carneval-Vereins 1886 e.V. – Die Bohnebeitel in der Turnhalle des Mombacher Turnvereins statt. Der Start war am 11. November 1961 mit einer „Närrischen Generalversammlung“.
Zuvor waren die Bohnebeitel „närrische Pendler“. Zunächst gastierte der Verein in der Turnhalle der Pestalozzi-Schule, dann in der ehemals ortsansässigen Gaststätte „Jägerhof“, anschließend in der Mombacher Markthalle und zuletzt im Kurfürstlichen Schloss zu Mainz.
Am Bau der MTV-Halle waren die Bohnebeitel nicht ganz schuldlos. Ehrenvorsitzender Heinz Schier erinnert sich: „Wir haben sozusagen unseren Investitionsanteil abgemietet – und die Pläne zum Bau der Empore im Saal unterstützt.“
Die alte Turnhalle war sieben Meter kürzer und fasste „nur“ 500 Personen. Heute können in jeder Sitzung rund 750 Gäste das Geschehen auf der närrischen Bohnebeitel-Rostra verfolgen.
Inklusive der elf Bohnebeitel-Sitzungen (plus „Worschtobend“) finden alljährlich allein 30 närrische Veranstaltungen verschiedener Vereine und Organisationen statt. Der Mombacher Turnverein setzt dafür etwas über 200 Personen ein, die den Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich gestalten. Eine großartige Leistung!
Bohnebeitel und MTV(-Halle) – dies ist mehr als eine Kooperation. Denn diese Kombination beeindruckt die Saalbesucher immer wieder. Kleine Halle, tolle Atmosphäre. Prima Service, vertretbare Preise.
Kartenverkauf: 5. Januar letzter Abholtermin
Wer noch keine Möglichkeit hatte, seine Karten abzuholen, kann dies nur noch am 5. Januar, 17 bis 19 Uhr, in der Bohnebeitel-Geschäftsstelle, Meixlerstraße 5, in Mainz-Mombach tun. Nicht abgeholte Karten verfallen und werden an Interessenten auf der Warteliste weitergegeben.
Protokoller und OB-Kandidat Ebling pausiert

- Protokoller Michael Ebling will die BĂĽtt nicht als BĂĽhne fĂĽr den OB-Wahlkampf in Mainz missbrauchen. Der SPD-Kandidat fĂĽr das Amt des OberbĂĽrgermeisters setzt 2012 bei "seinen" Bohnebeiteln aus. Foto: Tannenberger.
Michael Ebling, Protokoller der Bohnebeitel, setzt in der Sitzungskampagne 2012 aus. Darauf haben sich der 44-Jährige und Bohnebeitel-Vorsitzender sowie -Sitzungspräsident Heinz Meller in einem Gespräch verständigt. Ebling ist der Kandidat der SPD für die Mainzer Oberbürgermeisterwahl im März nächsten Jahres. Der Vorstand würdigte die „kluge Entscheidung“ seines Aktiven. Meller: „Michael Ebling wollte auf keinen Fall den Eindruck entstehen lassen, er nutze die närrische Rostra und Bütt als Wahlkampfbühne.“ Der gegenwärtige Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur engagiere sich in der Fastnacht ausschließlich „aus Spaß an der Freud“. Ebling ist seit 2007 Bohnebeitel-Protokoller. Wer seinen Part in den elf (ausverkauften) Bohnebeitel-Sitzungen übernimmt, ist noch ungeklärt.
Bohnebeitel-"Strunzerin" Marianne Schaffner wird 85

- So wie sie viele Bohnebeitel-Fans kennen: Marianne Schaffner als "Frau Strunzer". 40 Jahre stand sie ununterbrochen auf der närrischen Rostra. Unten: Im Januar dieses Jahres verlieh der Bund Deutscher Karneval, vertreten durch Peter Krawietz, Marianne Schaffner die höchste Verbandsauszeichnung: den Verdienstorden in Gold mit Brillanten. Fotos: W. Tannenberger.
Wenn andere am Fernseher längst eingenickt oder schon schlafen gegangen waren, brachte sie – oftmals nach Mitternacht – einen Fastnachtssaal noch zum Kochen. Bereits ihre Mombach-adelige Kostümierung und die ersten Töne ihrer boden-ständigen, herzerfrischenden Stimme entlockten den Narren die ersten Lacher. Und wenn sie dann die ersten Schoten von ihrem „Vinzenz“ erzählte, hatte diese begnadete Rednerin bereits bei Komitee und Auditorium auf die Tränendrüse gedrückt. 40 Jahre (von 1959 bis 1999) stand diese waschechte Mombacherin ununterbrochen auf der Bühne ihrer Bohnebeitel: Marianne Schaffner. Sie feiert am 8. Oktober 2011 ihren 85sten Geburtstag; seit 50 Jahren ist sie Bohnebeitel-Mitglied.
„Marianne war und ist eine eigene, einmalige Type“, analysiert Bohnebeitel-Chef Heinz Meller. Sie sei viele Jahre ein Garant für die schwierige Schlussnummer einer Sitzung gewesen. „Ihre Rollen als Frau Strunzer oder Frau Neureich sind legendär. Den von ihr oft zitierten Vinzenz haben ihre Fans noch heute im Ohr. Ein großartiges karnevalistisches Lebenswerk.“ Dafür erhielt Marianne Schaffner auch in der abgelaufenen Bohnebeitel-Jubiläumskampagne (125 Jahre) die höchste Auszeichnung des Bundes Deutscher Karneval: den Verdienstorden in Gold mit Brillanten.
„Die Bohnebeitel“, sagt sie selbst, „sind mein zweites Leben. Ich bin froh, dass ich diese großartige Zeit erleben und Mitmenschen Freude spenden durfte.“ Den Spass an der Fastnacht teilte sie mit ihrem „Friedel“. Denn Marianne Schaffner war nur närrisch mit „em Vinzenz“ verheiratet (angeblich ein früher geläufiger Mombacher Bauern-Vorname) – privat führte sie 62 Jahre eine glückliche Ehe mit Friedel Schaffner, ehe er im März 2010 verstarb.
Mariannes närrischer Stern ging bei einem jener legendären Kreppelkaffees in der Mombacher Eintracht-Halle auf, in denen teilweise bis zu 2000 rheinhessische Frauen dem Frohsinn frönten. Schaffner: „Zuvor hatte mich mein Vater schon zu einem Vortrag bei einer Kappensitzung seines Kegelclubs bei der Eintracht motiviert.“ Nun war ihr Vater, Otto Schäfer, nicht nur ein Freund der Kugel, sondern auch bereits ein prominenter Bohnebeitel-Narr und bei der zweiten Wiedergründung des Vereins (1926) mit von der Partie. Als „Mumbacher Marktfraa“ ist er noch vielen Älteren ein Begriff. „Ich glaube,“ so Marianne Schaffner, „er war der erste männliche Redner in der Meenzer Fassenacht, der in eine Frauenrolle schlüpfte.“
Schon ihr Großvater, Anton Gottron, saß bei der ersten Vereinsgründung (1886) im Bohnebeitel-Komitee. Ob die Familientradition in vierter Generation fortgeführt wird? Tochter Helga (Kurz) scheint – wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet – nicht abgeneigt zu sein. Auf jeden Fall sind sie und ihr Mann Marcel mittlerweile aktive Bohnebeitel-Mitglieder – sie beim Kartenteam, er im Komitee.
Zum Jubeltag hat Marianne Schaffner „zum Tag der offenen Tür“ eingeladen. „Do komme die, die immer komme!“ Bohnebeitel-Ehrenpräsident Heinz Schier (er vollendet im März 2012 das 85ste Lebensjahr) wird sicherlich zur Schar der Gratulanen gehören. Er hatte das junge Mädel seinerzeit mehr oder weniger gedrängt, in die Bohnebeitel-Bütt zu steigen. Aus dem Ersatz wurde ein Fastnachtsstar!
Bohnebeitel auch 2012 mit elf Sitzungen
Die Termine sind festgezurrt – die Vorbereitungen laufen. Trotz närrischer Kurzkampagne bieten die Mombacher Bohnebeitel ihren Mitgliedern, Sponsoren und Fans von Mitte Januar bis Mitte Februar 2012 insgesamt elf Fastnachtssitzungen. Die Termine und Hinweise zur Kartenbestellung stehen in der Rubrik "Sitzungen".
Bohnebeitel sponsern Schulsport-Anlage in Mainz-Ebersheim
Nein, das ist natürlich aufbauschend formuliert – obwohl, es ist auch etwas Wahres dran. Denn die Mombacher Bohnebeitel sponserten auch 2011 den Mainzer Jugendnarrenpreis. 333 Euro erhielt die Grundschule "Im Feldgarten" in Mainz-Ebersheim. Und deren Elternbeirat bemüht sich intensiv um den Bau einer Schulsport-Anlage; sie ist schon seit 30 Jahren beantragt. Die Schüler beteiligten sich am 54. Mainzer Jugendmaskenzug, der sich am 5. März dieses Jahres durch Straßen der rheinland-pfälzischen Hauptstadt schlängelte. Er stand unter dem Motto: "Legionen und Kohorten, in Mainz an allen Orten, machen deutlich und sehr klar: die Römer – sie sind wieder da!" Die Bohenbeitel beteiligen sich seit Jahren am Jugendnarrenpreis der Mainzer Kooperationen und närrischen Vereinigungen.
1,5 Millionen Fernsehzuschauer verfolgen Bohnebeitel-Sitzung
Die am 1. März zwischen 20.15 und 0.15 Uhr im swr-Fernsehen ausgetrahlte Bohnebeitel-Sitzung haben bundesweit mindestens 1,5 Millionen Zuschauer verfolgt. Allein im Sendegebiet des Südwestrundfunks saßen im Minimum 850.000 Menschen vor ihren TV-Geräten.
Dies entspricht einem Marktanteil von 18.4 Prozent. In Rheinland-Pfalz selbst lag der Marktanteil bei 24,7 Prozent. Mit 16 Prozent war auch der Marktanteil in Baden-Württemberg höher als bisher. Sehr erfreulich seien auch die Einschaltquoten im Saarland gewesen, der sich in einem Marktanteil von 20,7 Prozent dokumentierte.
Von “einem sehr ordentlichen Ergebnis”, sprach daher die Sendekoordination Fernsehen beim Südwestrundfunk in Mainz. Über die Marktanteile der Bohnebeitel-Sitzungsübertragung könne “nicht gemeckert werden”, hieß es weiter.
Nach 22 Uhr kletterte – fast schon traditionell – der Marktanteil im swr-Sendegebiet auf über 20 Prozent. Zu diesem Zeitpunkt lief im ZDF noch die Sendung “Karneval hoch drei” und in der ARD Fußball (Pokal-Halbfinale). Nach 23 Uhr schnellte der Marktanteil im swr-Sendegebiet auf über 30 Prozent und erreichte um 23.24/23:25 mit 31,7 Prozent den höchsten Wert.
Weniger befriedigend, aber in der Sendezeit am Abend eben typisch fĂĽr den TV-Konsum in den Dritten Programmen: das Durchschnittsalter des Fernsehzuschauers der Bohnebeitel-Sitzung betrug 66 Jahre.
Die Methode zur Ermittlung der Einschaltquote/Marktanteile ist sehr kompliziert. Nicht jeder, der gerade Fernsehen guckt, wird bei der Messung einbezogen. Für das Ermitteln der Einschaltquoten wird eine Quotenbox der Gesellschaft für Konsumforschung (GFK, Nürrnberg) verwendet. In Deutschland haben 5.640 Haushalte eine solche Quotenbox. Sie stehen für 37 Millionen Haushalte und 73 Millionen Zuschauer bundesweit. So können trotzdem mehrere Millionen Menschen die Bohnebeitel-Sendung gesehen haben.
Kein "Kill the Till", klar fĂĽr politisch-literarische Fastnacht
Die “Bild”-Zeitung schrieb am 24. Februar in ihrer Mainz/Wiesbaden-Ausgabe: “Fassenachter fordern Kill Till”. Darin wird zum einen Bezug genommen auf den unveröffentlichten, aber jetzt dennoch öffentlich diskutierten Brief des Mainzer Carneval-Vereins wegen angeblich zu scharfer Kritik in der Kampagne 2010 an dem Mainzer Oberbürgermeister (wegen dessen Capri-Reise) durch “Guddi Gutenberg”, sprich Hans-Peter Betz vom Gonsenheimer Carneval-Verein.
Ferner wird in diesem “Bild”-Bericht auf eine Umfrage unter rheinland-pfälzischen Fastnachtsvereinen verweisen. Sie wurde tatsächlich von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) durchgeführt, also einem seriösen Medienorgan, das unter anderem Zeitungen mit Informationen beliefert. Angeblicher Tenor laut “Bild”: “Offenbar sind politische Büttenredner mit erhobenem Zeigefinger nicht mehr erwünscht.”
Daraufhin werde ich – als Pressesprecher der Bohnebeitel – mit den Worten zitiert: “Die Leute wollen unterhalten werden, ohne über tiefsinnige politische Dinge nachzudenken. Das Publikum verlangt nach seichten Themen und Comedy-Elementen.”
Das habe ich so nicht gesagt! Gegenüber der dpa habe ich sinngemäß erklärt: Es scheint, als sei die politische Fastnacht ein Auslaufmodell. Auf jeden Fall habe ich den Eindruck, dass die politisch-literarische Fastnacht gegenüber seichten Themen und Comedy-Elementen an Bedeutung verliert. Das ist schade, weil dadurch ein Alleinstellungsmerkmal der Mainzer Fastnacht verschwindet, denn die Kritik an der Obrigkeit ist ihr Ursprung. Scheinbar wollen Leute unterhalten werden, ohne über tiefsinnige politische Dinge nachzudenken. Diese Erwartungshaltung an die Sitzungen könnte vom Fernsehkonsum-Verhalten beeinflusst sein.
Diesen Trend zur “Gaudi”, wie die Bild schreibt, sehe nicht nur ich, sondern beispielsweise auch Günter Schenk, der als versierter Kenner des Mainzer, bundesweiten und internationalen Karnevals gilt. Dies ist aber im Umkehrschluss keine Forderung, den Till respektive die politisch-literarische Fastnacht “zu killen”. Deshalb gehört insbesondere das Protokoll – quasi als Urform des närrischen Spiegels – meiner Meinung nach selbst in eine Fernsehsitzung.
Die “Bild” – und dies ist nun einmal Medienpraxis – hat mein Statement aus dem Zusammenhang gerissen, so wie es zu der praktizierten Tendenz-Berichterstattung passt. Dass jetzt aber ein seriöseres Medium, wie die Mainzer Allgemeine Zeitung, heute morgen meine (angebliche) Bild-Aussage zum Aufhänger für ein Interview mit dem MCV-Ehrenpräsidenten Rudi Henkel macht, geht selbst mir – als Vertreter der schreibenden Zunft – zu weit. Der ansonsten ausgewiesene Fastnachtskenner, AZ-Redakteur Bernd Funke, übernimmt ohne Rücksprache mit mir ein (unvollständiges) Zitat eines Mediums – wohlwissend, dass nicht zuletzt die Bohnebeitel auf dem Boden der politischen-literarischen Fastnacht stehen, was ihnen bei der Feier zum 125-jährigen Jubiläum von Laudator Dr. Johannes Gerster noch attestiert wurde.
Hermann-Josef Berg, Vorstandsmitglied.
Heinz Meller ist der "Aller-Allerscheenste" 2011
Eine besondere Auszeichnung für den Bohnebeitel-Vorsitzenden und -Sitzungspräsidenten Heinz Meller: er ist jetzt in Mainz der "Aller-Allerscheenste". Daher darf das nicht nur närrische Schwergewicht nunmehr "alle Rolltreppen in Mainz gratis benutzen und Konfetti nach Farben sortieren". So jedenfalls würdigt der närrische Stammtisch "Die Allerscheenste" seit 1996 seine Preisträger. Ausgezeichnet werden Mainzer Narren, die sich in herausragender Art und Weise um die Mainzer Fastnacht verdient gemacht haben. Bisherige "Aller-Allerscheenste" sind unter anderem die Narren-Ikonen Herbert Bonewitz, Margit Sponheimer und Rudi Zörns sowie der frühere Mainzer Oberbürgermeister Jockel Fuchs und der Generalfeldmarschall der Mainzer Ranzengarde (älteste Mainzer Garde), Dr. Johannes Gerster. Meller sei einer der großen Urgesteine in der Meenzer Fassenacht und verkörpere dies geradezu. "140 Kilo Freundlichkeit pur", witzelte Mellers Aller-Allerscheenste-Vorgängerin Hildegard Bachmann. Allerscheenste-Vorsitzender Erhard Schaubruch: "Wir haben Heinz Meller an unserem Stammtisch außerhalb der Kampagne als einen sehr aufgeschlossenen Menschen ohne Star-Allüren kennengelernt, der auch für die kleineren Fastnachtsvereine Interesse und ein offenes Ohr hat."
Ramon Chormann sagt Bohnebeiteln Adieu

- "De Pälzer", wie er bei den Bohnebeiteln jahrelang sang und scherzte – Anfang Februar 2011 hat Ramon Chormann überraschend seinen Rücktritt erklärt.
"De Pälzer" Ramon Chormann hat seinen Rücktritt bei den Bohnebeiteln erklärt. In einem am 6. Februar verteilten Mail schreibt er: "Liebe Bohnebeitel, ich darf mich verabschieden und mitteilen, dass ich gestern Abend (5. Februar; die Red.) zum letzten Mal bei den Bohnebeiteln aufgetreten bin. Für die Zukunft wünsche ich Euch alles Gute, Freude bei der Sache und viel Erfolg." Gründe für seinen Rücktritt nannte Chormann in der Mail nicht. In der "Allgemeinen Zeitung Mainz" hieß es einen Tag später, Chormann habe wegen angeblicher Zahlungen an externe Bühnenaktive (von denen er im Dezember 2010 erfahren haben will) und dem damit verbundenen Vertrauensverlust ausschließlich gegenüber Sitzungspräsident Heinz Meller diesen Schritt vollzogen.
Wie auch immer: Damit ist die närrische Karriere des mittlerweile Profi-Kabarettisten bei den Bohnebeiteln beendet. Ramon Chormann betrat Mitte des letzten Jahrzehnts erstmals die närrische Rostra in Mombach. Bei einem Bohnebeitel-"Worschtobend" wurde Vereinschef Heinz Meller auf das Talent aus dem nordpfälzischen Bischheim aufmerksam. Seitdem begeisterte Ramon Chormann Tausende an Sitzungsbesuchern. Höhepunkt seiner närrischen Aktivität war der Auftritt in der TV-Sitzung "Mainz bleibt Mainz" in der Kampagne 2009, in der auch Bohnebeitel-Akteur Helmut Schlösser als "Obama" auf der Bühne im Schloss zu Mainz stand.
Fast siebenstĂĽndiger Sitzungsauftakt 2011

- Foto: Peter Kossok.
Von 19.11 Uhr (29. Januar) bis kurz vor 2 Uhr (30. Januar) dauerte die erste von elf Sitzungen in der Jubläumskampagne "125 Jahre Bohnebeitel". Insgesamt 23 Programmpunkte präsentierten Sitzungspräsident Heinz Meller und sein Stellvertreter Horst Radelli. Die erste Sitzung gilt als "Originalfassung" – mit ungekürzten Vorträgen, Gesangs- und Tanznummern. Schon in der zweiten Sitzung werden die Platzierungen der Bühnenaktive anders, die Textpassagen der Redner geändert und Vieles gekürzt sein. Es ist die Dramaturgie einer Sitzungskampagne. Egal, wie lange es dann letztlich dauert, für "die Hände zum Himmel" reicht es immer.
Bohnebeitel-Sitzung im SĂĽdwestrundfunk
Die Bohnebeitel-Sitzung ist in diesem Jahr wieder im Fernsehen zu verfolgen. Die Sendung soll am 1. März von 20.15 bis 0.15 Uhr im Südwestrundfunk (swr) ausgestrahlt werden. Eine gekürzte Wiederholung ist am 7. März zwischen 16 und 18 Uhr vorgesehen.
Mehr "Bohnebeitel-TV"?
Höchste Mainzer Fastnachtsauszeichnung für Heinz Meller
Foto: Wolfgang Tannenberger.
Mit dem "Leporello" der Stadt Mainz wurde Bohnebeitel-Vorsitzender und -Sitzungspräsident Heinz Meller von Oberbürgermeister Jens Beutel ausgezeichnet.
Er ist das dienstälteste Bohnebeitel-Vorstandsmitglied und seit 14 Jahren der Sitzungspräsident des Mombacher Carneval-Verein 1886 e.V. – Die Bohnebeitel: Heinz Meller. Sein Name ist eng mit den jüngsten Erfolgen des nunmehr 125 Jahre alten Vereins verbunden. Für den Mainzer Oberbürgermeister, Jens Beutel, ist Heinz Meller ein "Ausnahmefassenachter". Deshalb zeichnete er den 56-Jährigen am 23. Januar während des Festaktes "125 Jahre Bohnebeitel" mit dem Leporello aus, der höchsten Fastnachtsauszeichnung, welche die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt zu vergeben hat. Meller sei einer der drei großen Bohnebeitel-"Petter" – neben Ehrenpräsident Heinz Schier und dem bereits verstorbenen Heinz Koch. "Unter Deiner Ägide", sagte Beutel, "im Spannungsfeld von traditionell bis innovativ, wurde darauf geachtet, Althergebrachtes zu wahren, ohne sich modernen Elementen zu verschließen. Du bist der Architekt der heutigen Bohnebeitel-Aktivenmannschaft!" Meller führe einen Verein, der in puncto Umsatz und Mitgliederzahl die Größe eines mittelständischen Unternehmens erreicht habe – und dies alles ehrenamtlich.
Mehr zum "Guten-Tach-Tag" (Festakt 125 Jahre) der Bohnebeitel?
Ă–kumenischer (Bohnebeitel-)Gottesdienst begeistert
Fotos: Wolfgang Tannenberger.
Bunt wie eine Bohnebeitel-Sitzung präsentierte sich der "Jubiläumsgottesdienst" in der Mombacher Sankt-Nikolaus-Kirche. So setzte auch die schwäbische Narrenzunft "Krautscheißer" mit ihrer Schalmeien-Gruppe musikalische Akzente:
So etwas erlebt eine katholische Kirche auch nicht alle Tage: einen Einzug mit Narrhallamarsch, einen närrischen Wortgottesdienst und ein "O when the saints"-Defilee zum Auszug. Die Bohnebeitel machten es möglich.
Die Mombacher Pfarrkirche Sankt Nikolaus platzte am 23. Januar im Innern fast aus allen Nähten. Hunderte Maskierte und Sonntagskirchgänger harrten um 11.11 Uhr gespannt auf das Bevorstehende.
Elf Minuten läuteten die nach 70 Jahren wieder installierten (neuen) Glocken und schienen das Bohnebeitel-Jubiläumsmotto zu verkünden: "Glockenklang und Narrenschar – Helauluja im Jubeljahr."
Siehe auch "125 Jahre (2011) / "Kirchenbilder"
SĂĽĂźer die Glocken nie klingen, als zu der Weihnachtszeit ...
Möge das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel Sie/Euch Zeit finden lassen, Geschehenes zu bilanzieren und Kommendes einzuschätzen! Wir freuen uns jedenfalls auf die Jubiläumskampagne 125 Jahre Bohnebeitel. Vielen Dank für Ihre/Eure Kartenbestellungen!
Bohnebeitel-Worschtobend 2010: Jetzt mit "Seelenbeitel"

- Neuer Bohnebeitel-„Seelenbeitel“: Pfarrer Gottfried Keindl von der katholischen Kirchengemeinde Sankt Nikolaus.
In Mombach, genauer gesagt: bei den Mombacher Bohnebeiteln, gibt es jetzt erstmals einen „Seelenbeitel“. Der Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde Sankt Nikolaus, Gottfried Keindl, hat diese Humoris Causa-Aufgabe übernommen. Der Vorstand des in der anstehenden Kampagne 125 Jahre alten Fastnachtsvereins inthronisierte den Geistlichen beim jüngsten „Worschtobend“ standesgerecht. Zunächst wurde Keindl als Nikolaus verkleidet, ehe er mit närrischen Requisiten ausgestattet wurde.
Heinz Meller, Erster Vorsitzender und Sitzungspräsident, bekräftigte seine Hoffnung, dass die Bohnebeitel mit einem Seelenbeitel bestens betreut durch die Jubiläumskampagne kommen. Ob Pfarrer Keindl auch in den Bohnebeitel-Sitzungen auf der närrischen Rostra das Wort ergreifen wird, ließ Meller augenzwinkernd offen.
Fakt ist jedoch: Keindl und die Bohnebeitel gestalten am 23. Januar in der Sankt-Nikolaus-Kirche einen närrischen ökumenischen Gottesdienst. Anschließend findet in der Turnhalle des Mombacher Turnvereins die Jubiläumsfeier statt. Das Jubiläumsmotto schlägt wiederum eine Brücke zur Pfarrei Sankt Nikolaus, wo am 5. Dezember erstmals nach fast 70 Jahren wieder Glocken läuten werden: Glockenklang und Narrenschar – Helauluja im Jubeljahr! Der alte Glockenturm wurde im Zweiten Weltkrieg durch Brandbomben zerstört.
